CNAME

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Mit einem CNAME Resource Record (CNAME für eng. canonical name) wird zu einem vorhandenen DNS-Namen ein Alias-Name definiert. Links im Resource Record (RR) steht der Alias-Name und rechts der Original-Name oder in der DNS-Terminologie: der kanonische Name. Zu einem kanonischen Namen können beliebig viele Aliase definiert werden. Umgekehrt darf ein Alias-Name nur an einen kanonischen Namen verweisen.

Aufbau

Alias-Name
TTL 
(TTL = Time to Live) gibt an, wie lange dieser RR in einem Cache gültig sein darf
IN
CNAME
Original-Name

Im folgenden Beispiel wird zum kanonischen Namen org-nam ein Alias angelegt:

       org-nam                1285  IN A     172.27.100.200
       ali-nam                1285  IN CNAME org-nam

Komplexere Fälle

Zu einem kanonischen Namen können mehrere Aliase angelegt werden:

       org-nam                1285  IN A     172.27.100.200
       ali1-nam               1285  IN CNAME org-nam
       ali2-nam               1285  IN CNAME org-nam

Es ist auch nicht explizit verboten einen Alias auf einen bestehenden Alias zu definieren, also Aliase zu verketten:

       org-nam                1285  IN A     172.27.100.200
       ali-nam                1285  IN CNAME org-nam
       bli-nam                1285  IN CNAME ali-nam

Laut Standard sollen Domainnamen in RRs jedoch stets auf den kanonischen Namen zeigen. Es wird also stark davon abgeraten, dass ein CNAME RR auf einen anderen Alias zeigt. Ebenso folgt daraus zum Beispiel, dass ein MX RR nicht auf einen Alias zeigen sollte.

Es ist auch möglich, einen Alias zu einem kanonischen Namen aus einer anderen Domain zu definieren. Beispiel:

       ali-nam                1285  IN CNAME neu-nam.example.net.

Nicht zulässig ist, einen Alias zu definieren, für den ein weiterer RR-Typ gleichen Namens existiert. Der Nameserver wüsste in diesem Fall nicht, wie er sich verhalten sollte. In diesem Beispiel existiert für den Namen ali-nam sowohl ein A-RR als auch ein CNAME-RR:

       ali-nam                1285  IN A     192.168.1.2
       ali-nam                1285  IN CNAME org-nam

Alias-Auflösung

Wenn ein Nameserver einen DNS-Request empfängt, für den ein CNAME-RR existiert, so löst er diesen selbst auf. Im obersten Beispiel erkennt der Nameserver, dass sich hinter ali-nam der kanonische Name org-nam verbirgt und löst diesen auf, d. h. er ermittelt die zugehörigen IP-Adresse 172.27.100.200.

Bei der Antwort auf einen DNS-Request wird neben der IP-Adresse auch der kanonische Name übergeben. Der Resolver kann so erkennen, dass sich seine ursprüngliche Anfrage auf einen Alias-Namen bezogen hatte.

Beispiel

Ein nslookup würde folgende Antwort liefern:

       C:\>nslookup ali-nam.example.com

       Name:    org-nam.example.com
       Address:  172.27.100.200
       Aliases:  ali-nam.example.com

Es kann natürlich passieren, dass der Nameserver einen kanonischen Namen nicht auflösen kann. In diesem Fall lässt er bei der Antwort einfach die IP-Adresse weg, und übergibt nur den kanonischen Namen. Der Resolver kann dann selbst versuchen, diesen Namen aufzulösen.

Hinweis:
Ein PTR-RR sollte niemals auf einen Alias zeigen, sondern grundsätzlich auf einen kanonischen Namen. Die meisten Nameserver akzeptieren allerdings auch PTR-RRs auf Aliase.

Korrektes Beispiel (org-nam ist ein kanonischer Name):

       200.100.23.127.in-addr.arpa.  IN PTR org-nam.example.com.

Inkorrektes Beispiel (ali-nam ist ein Alias):

       200.100.23.127.in-addr.arpa.  IN PTR ali-nam.example.com.

Links

  • RFC 1035


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