VMware

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VMware Workstation VMware.Logo.png
VMWare Workstation.jpg
VMWare Workstation auf openSUSE 10.2 mit Debian 4.0 als Gastsystem
Basisdaten
Entwickler: VMware Inc.
Aktuelle Version: 5.5.3
letzte Veröffentlichung: 16. November 2006
Betriebssystem: Windows, Linux, BSD
Kategorie: Virtuelle Maschinen und Emulatoren
Lizenz: Lizenziert von VMware, Inc.
Deutschsprachig: ja
Webseite: VMware-Website


VMWare ist eine Software der Firma VMWare INC zur vollständigen Virtuatlisierung eines Betriebssystems. Das heißt, VMWare ist in der Lage eine komplette Arbeitsumgebung (Hardware usw.) für ein sogenanntes Gastbetriebssystem bereitzustellen. So ist es u.a. möglich innerhalb eines Linux-Betriebssystems, ein Windows als Gastsystem zu installieren. Das Gastsystem würde nichtmal merken, dass es auf einer emulierten Arbeitsumgebung installiert ist. Somit eignet sich VMWare z.B. ideal um einmal zum Testen von Anwendungen/Betriebsystemen, oder gar als Wine-Ersatz. Da das Gastsystem vollständig samt Betriebssystemumgebung emuliert wird, sollte es größtmögliche kompatibilität bieten (mit Ausnahme von 3D-Anwendungen). Virtuelle Maschinen werden wahlweise im Fenstermodus oder Vollbildmodus dargestellt.


Programme zum Erstellen/Verwenden von virtuellen Maschinen

VMWare inc bietet eine Vielzahl von Lösungen für das Arbeiten mit virtuellen Maschinen an, darunter auch einige kostenlose.



Kostenlos: VMware Player

Der VMware Player kann bereits installierte virtuelle Maschinen abspielen aber keine weiteren erzeugen. Das Programm ist kostenlos und kann auf der Homepage von VMWare bezogen werden. Hier geht's zur Installationsanleitung.

Es gibt zusätzlich einen VMX Wizard mit dem man die Konfigurationsdatei einer VMware VM erzeugen kann. Allerdings bietet VMware Player + VMX Wizard keine Vorteile gegenüber dem kostenlosen VMware Server.

Kostenlos: VMWare Server

Der VMware-Server kann virtuelle Maschinen erzeugen und abspielen. Es ist im Gegensatz zu VMware Workstation nur ein Snapshot (VM anhalten und an einem anderen Zeitpunkt an gleicher stelle fortsetzen) pro virtuelle Maschine möglich.


Kommerziell: VMware Workstation

Die kommerzielle Variante VMWare Workstation bietet vollen, uneingeschränkten Funktionsumfang. VMWare Workstation kann man 30 Tage lang mit voller Funktionalität getestet werden, danach muss man das Produkt käuflich erwerben. Der volle Kaufpreis ist verhältnismäßig hoch, daher ist die VMWare Workstation eher für Betriebe geeignet. Für den privaten Gebrauch sollten VMWare Player und VMWare Server vollkommen genügen. Download VMWare Workstation hier

Installation des VMWare Players

Folgende Pakete (inkl. eventueller Abhängigkeiten) müssen installiert sein:
  • gcc
  • make
  • kernel-source


Achtung:

Die kernel-source muss unbedingt mit der Version des Kernels übereinstimmen!



VMWare Player besorgen

Da der VMWare-Player nicht in den SUSE-Paketquellen enthalten ist, muss man auf die offizielle Homepage von VMWare gehen und sich den VMWare Player hier herunterladen. Vor dem Herunterladen wird man noch aufgefordert an einer Umfrage mitzuwirken, bei dem man die Angaben allerdings frei setzen kann. Nun kann man sich das RPM-Paket downloaden.

RPM-Paket installieren

Nachdem das RPM-Paket heruntergeladen wurde, kann man es installieren. Dafür muss man sich am Besten als als ROOT auf einem Terminal anmelden und in das Verzeichnis wechseln, in dem sich die neue Datei befindet. Danach führt man den Befehl

rpm -Uhv VMware-<xxxx>.rpm

aus, wobei sich das XXX für die Versionsnummer und Namen des Paketes bezieht.

Konfigurieren mit vmware-config.pl

Nach dem Installieren der RPM muss man das Konfigurationsskript von VMWare ausführen. Das geschieht mit dem Befehl:

vmware-config.pl

Die Konfiguration mit vmware-config.pl ist immer dann erforderlich wenn:

  • VMWare Player das erste mal installiert wird
  • ein Update von VMWare Player eingespielt werden soll
  • der Kernel des Host-Systems verändert wird (Neuinstallation nicht erforderlich)

Bei der Einrichtung wird der Benutzer nach Konfigurationsmöglichkeiten gefragt, die jeweiligen "default-Werte" stehen in den eckigen Klammern. In der Regel sollten die Default-Werte für die meisten Anwender korrekt sein und man muss sie lediglich bestätigen. Nach dem Durchlauf ist VMWare Player einsatzbereit und kann verwendet werden.

VMWare Player an KDE-Umgebung anpassen

Wenn VMWare Player automatisch gestartet werden soll, wenn eine *.vmx-Datei ausgewählt worden ist, musss man im KDE Kontrollzentrum auf den Punkt "KDE-Komponenten" klicken und dort Dateizuordnungen auswählen. Mit "Hinzufügen" kann man nun den Typ VMWare einrichten. Dort kann man nun das Dateimuster *.vmx hinzufügen und als ausführendes Programm VMWare aus der Liste auswählen. Anschließend kann man bei Bedarf noch das Symbol vom Programm VMWare Player dem Dateityp zuordnen.

http://img467.imageshack.us/img467/6859/vmwarekdewy6jt8.th.png

VMWare Player deinstallieren

Um den VMWare Player zu deinstallieren, reicht es das oben installierte Paket z.B. mittels YaST zu entfernen.

VMWare Server

Der VMWare Server (Installation ist aber wie beim VMWare Player) muss zwar registriert werden, aber ist kostenlos, und bietet gegenüber dem VMWareplayer deutliche Vorteile:

  • Es können Images selbst erstellt werden
  • Auf dem Gastsystem können VMwaretools installiert werden.

VMWare Tools

Die VMWare Tools bieten einige Vorteile gegenüber der VirtualBox es kann zwischen dem Gastsystem und dem Host hin und her gewechselt werden, als würde es sich um ein geöffnetes Programm handeln, denn Copy & Paste machen es möglich schnell mal eine Internetadresse von dem Browser des Hosts zum Gastsystem oder umgekehrt zu kopieren. Die Maus wechselt automatisch mit dem Fenster mit.

Ist das Gastsystem Windows installiert sich VMWaretools auf dem Gastsystem mit dem Druck auf die Taste automatisch, und es braucht nur noch die sich auftuende GUI beantwortet werden.

Bei openSUSE als Gast muss ein rpm installiert werden. Andere Distributionen müssen mit dem Quellcode zurecht kommen.

Virtuelle Maschine startet nicht auf NTFS-Partition mit NTFS-3G

Wenn man versucht eine Virtuelle Maschine auf einer NTFS-Partition mittels NTFS-3G-Treiber zu betreiben, bricht die VM direkt beim Start mit einer Fehlermeldung ab. Zur Behebung dieses Problems muss man die entsprechende *.vmx-Datei mit einem Editor öffnen und folgende Zeile setzen:

mainMem.useNamedFile=FALSE"

Nun werden die so genannten Paging-Files deaktiviert, was mitunter sogar einen kräftigen Performanceschub mit sich bringen kann


Quellen und weiterführende Links

Literatur

  • Dennis Zimmer: VMware und Microsoft Virtual Server. Galileo Press, ISBN 3898427013
  • Dennis Zimmer: VMware Server und VMware Player. Galileo Press, ISBN 3898428222
  • Sven Ahnert: Virtuelle Maschinen mit VMware und Microsoft - Für Entwicklung, Schulung, Test und Produktion, Addison-Wesley, Reihe net.com, ISBN 3827323746 Inkl. CD mit VMware Produkten, Skripten und Tools
  • Ron Oglesby, Scott Herold: VMware Esx Server: Advanced Technical Design Guide. Brianmadden, ISBN 0971151067 (englisch) Kostenloser Download
  • Dirk Larisch: Praxisbuch VMware Server (Best Practices) Hanser-Verlag, ISBN 3-446-40901-7


Hilfreiche Informationen über VMware findet man u.a. hier

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